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Konferenz-Rückblick

Rot Gold auf dem CIPA Logistik-Symposium China in Berlin

Rot Gold auf dem CIPA Logistik-Symposium China in Berlin

Welche Chancen eröffnet die chinesische Wirtschaftsstrategie „One belt One road“ für die deutsche Logistikbranche? Welcher Stellenwert kommt Deutschland im Rahmen des „Neue Seidenstraße“-Infrastrukturprojektes zu? Auf Einladung der Investitionsförderungsagentur CIPA nahmen die Rot Gold-Investitionsfachleute am Symposium „Opportunities in China: Handel und Logistik zwischen Deutschland und China “ am 08.12.2016  in Berlin teil.

Das Fachsymposium wurde von der CIPA, der China International Investment Promotion Agency (Germany) ausgerichtet, die im Auftrag des chinesischen Handelsministeriums die wechselseitigen Investitionstätigkeiten fördert und unterstützt. Zur Veranstaltung im Chinesischen Kulturzentrum Berlin waren entsprechend hochkarätige Redner und Dozenten aus Politik und Wirtschaft rund um die „Commercial Circulation“ geladen und standen für ein anschließendes Matchmaking zur Verfügung.

Konferenz Deutschland China CIPA Rot Gold Investitionsberatung

Die staatliche Investitionsförderungsagentur CIPA lud Logistikexperten im Zeichen der Neuen Seidenstraßeninititaive zum Symposium nach Berlin.

Neben der thematischen Auseinandersetzung mit aktuellen Möglichkeiten in den Bereichen Handel und Logistik war es Ziel und Ergebnis der Veranstaltung, die Investitionstätigkeiten zwischen Deutschland und China weiter zu stärken. Herr Weidong Wang, der das Symposium als Gesandter der Botschaft der VR mit seinem Grußwort eröffnete, wies auf die durchaus überraschende Situation hin, dass die Handelsbeziehungen zwischen Bundes- und Volksrepublik im internationalen Vergleich zwar von größter Wichtigkeit sind – Deutschland ist mit 30% Anteil mit Abstand wichtigster Wirtschaftspartner in der EU – die gegenseitigen Investitionen verglichen mit etwa den USA oder Großbritannien dennoch nur im Mittelfeld liegen.

Deutsche Logistik als Schlüsselindustrie der Neuen Seidenstraße

Die neue Seidenstraßeninititative, die von Präsident Xi Jinping im September 2013 als strategisches außenwirtschaftspolitisches Großvorhaben ins Leben gerufen wurde, ist nicht zuletzt ein Infrastruktur-Großprojekt von internationaler Dimension. Zu den wichtigsten Zielen steht die logistische Modernisierung und Verknüpfung der alten ländlichen und maritimen Seidenstraßen, die den gesamten zentralasiatischen Raum und Europa mit China verbinden sollen. Deutschland ist ein bedeutsamer Eck- und Endpunkt der „Silk Road 2.0″, wie sich an der Zugverbindung zwischen Chongqing und Duisburg zeigt.

Dass das Symposium in Deutschland stattfand, war kein Zufall, wie Frau Xu Wang, die stellvertretende Direktorin der CIPA in ihrem Grußwort betonte. Zum einen kommt Deutschland für die Tätigkeit der staatlichen Investitionsförderungsagentur in Europa eine Schlüsselrolle zu: Aus Deutschland heraus entwickle man bei der CIPA eine Perspektive auf ganz Europa und biete chinesischen Investoren von Frankfurt und Berlin aus ein umfangreiches Serviceportfolio für ihre europäischen Aktivitäten. Zum anderen gilt Deutschland als eines der weltweit am weitesten entwickelten Länder in der Logistikbranche. Hier dient es als Vorbild für die Modernisierung der Logistikindustrie Chinas. Nicht zuletzt stellen die starken Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern einen weiteren strategisch bedeutsamen Faktor für den Erfolg der Neuen Seidenstraßeninitiative dar.

Fachbeiträge zwischen Häfen, Paletten und E-Commerce

Die Vorträge der geladenen Wirtschaftsvertreter eröffneten spannende Perspektiven auf die Zukunft der Logistikwirtschaft zwischen Deutschland und China.

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Logistikinnovationen made in Germany wie die Europalette sind in China stark nachgefragt.

Ingo Meidinger stellte die China-Strategie und die Vorzüge des neuen Container-Terminals am JadeWeserPort in Wilhelmshaven vor. Mit 18 Metern Tiefe ist es der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands – und das ohne die Beeinträchtigung durch Gezeiten an Hochsee-Häfen. Meidinger stellte das beeindruckende Dienstleistungskonzept des Hafens vor, das auf eine integrierte Vernetzung alle wichtigen Logistikservices setzt.

Fortschrittliche Logistik made in Germany im kleinen Maßstab zeigte der Präsident der European Pallet Association EPAL e.V. in einem unterhaltsamen Vortrag, der die Bedeutung der Europalette für die internationale Logistik nachzeichnete – durch die Einführung des standardisierten Lastenträgers konnten die Kosten für die Beladung von Eisenbahnwaggons um 90% gesenkt werden. Die Palette der Zukunft wird dank GPS-Sender und RFID-Chip weltweit online nachzuverfolgen sein, berichtete Martin Leibrandt.

Der zunehmende Stellenwert des E-Commerce-Handels zwischen Deutschland und China stand im Mittelpunkt des Vortrags der Honssan GmbH, die für chinesische Online-Händler einen „Green Express“ bereitstellt. Um dem anziehenden Tempo der E-Business-Geschäfte Rechnung zu tragen, bietet Honssan in Zusammenarbeit mit der renommierten KaiYuan GmbH maßgeschneiderte Versandlösungen nach Deutschland rund um DHL & Co. an.


 

Bildnachweis:

Berlin, Hauptbahnhof: © 2015 by Mikka Luster, Creative Commons
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